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Der Salzkammergut-Radweg zählt zu den schönsten Mehrtages-Radtouren Österreichs. Auf insgesamt rund 340 Kilometern und knapp 3.800 Höhenmetern führt die Route in Form einer doppelten Acht durch drei Bundesländer (Salzburg, Oberösterreich und Steiermark). Eingebettet in die imposante Kulisse von Dachstein, Totem Gebirge und Höllengebirge verbindet die Strecke mehr als zehn malerische Badeseen – darunter den Wolfgangsee, Hallstätter See, Grundlsee, Traunsee, Attersee und Mondsee. Die Mischung aus ehemaligen Bahntrassen, ruhigen Nebenstraßen, geschotterten Waldwegen und knackigen Passanstiegen macht diese Runde zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.
Etappe 1: Von Salzburg über den Wolfgangsee und Hallstätter See ins Ausseerland
Strecke: 108 km · Höhenunterschied: +1.200 m / −900 m
Wegpunkte: Salzburg – Mondsee – Wolfgangsee – Bad Ischl – Hallstätter See – Bad Aussee – Grundlsee
Auftakt über die Bahntrasse zum Wolfgangsee
Die Tour startet in der Festspielstadt Salzburg. Die ersten Kilometer steigen sanft, aber stetig an: Auf einer ehemaligen Bahntrasse geht es entspannt rund 150 Höhenmeter bergan. Nach flotter Fahrt erreicht man nach gut 30 Kilometern die gewaltige, 700 Meter hohe Felswand der Drachenwand am Mondsee. Nach einem kurzen Blick auf das Wasser führt die Route über die Scharflinger Höhe (120 Hm bei ca. 5 % Steigung) hinüber zum Wolfgangsee. Entlang des Südufers geht es auf ruhigen Wegen mit Blick auf das markante Panorama weiter über Bad Ischl und Bad Goisern in Richtung Hallstätter See.
Am Dachsteinmassiv vorbei und steil hinauf in die Steiermark
Der Hallstätter See beeindruckt durch seine steil aufragenden Felswände unter dem monumentalen Dachsteinmassiv. Der Weg verläuft abwechslungsreich über Uferwege, Plattformen und kurze Steilrampen. Entlang der jungen Traun führt die Route anschließend in einen kesselartigen Talabschluss. An der Landesgrenze zur Steiermark wartet der schwerste Anstieg des Tages: Eine rund 200 Höhenmeter lange Steigungsstrecke fordert mit steilen Rampen von bis zu 20 Prozent die Oberschenkel. Nach der anschließenden Abfahrt nach Bad Aussee wird das Etappenziel am malerischen Grundlsee erreicht.
Etappe 2: Über die Passhöhe nach Bad Mitterndorf, Altaussee und an den Traunsee
Strecke: 85 km · Höhenunterschied: +1.100 m / −1.400 m
Wegpunkte: Grundlsee – Bad Mitterndorf – Bad Aussee – Altaussee – Blaa-Alm – Bad Ischl – Traunsee
Über den höchsten Punkt des Salzkammergut-Radwegs
Gleich am Morgen wartet die Passüberfahrt in Richtung Bad Mitterndorf. Auf einem unbefestigten, gut fahrbaren Waldweg geht es über 500 Höhenmeter mit Steigungen von teils über 10 Prozent hinauf auf gut 1.200 Meter – den höchsten Punkt des gesamten Salzkammergut-Radwegs. Nach einer rasanten Abfahrt rollt die Route durch das breite Hochtal von Bad Mitterndorf und führt zurück über Ödensee und Pichl-Kainisch nach Bad Aussee.
Über die Pfanani-Passhöhe nach Bad Ischl und weiter zum Traunsee
Von Bad Aussee geht es vorbei am Panoramapunkt am Altausseer See und auf einer gut ausgebauten Straße hinauf zur nächsten Passhöhe auf der Pfanani (ca. 900 m, 200 Hm). Die folgende Abfahrt in Richtung Bad Ischl zählt landschaftlich zu den Highlights, ist jedoch technisch anspruchsvoll: Auf steilen, holprigen Schotterwegen mit bis zu 20 Prozent Gefälle geht es durch eine Klamm hinab zur Einkehr am Krippensteinbauer. Nach flacher Weiterfahrt über Bad Ischl folgt die Route der Traun stromabwärts bis nach Traunkirchen am Traunsee, wo mächtige Felswände wie der Traunstein (1.691 m) direkt aus dem Wasser aufragen.
Etappe 3: Vom Traunsee über Attersee, Mondsee und Irrsee ins Salzburger Seenland
Strecke: 112 km · Höhenunterschied: +1.300 m / −1.200 m
Wegpunkte: Traunsee – Attersee – Mondsee – Irrsee – Mattsee – Grabensee
Querung zum Attersee und Hinterland-Passage
Vom Traunsee führt die Route über eine hügelige Überlandpassage mit einigen kurzen Anstiegen hinüber nach Seewalchen am Nordende des Attersees. Um der vielbefahrenen Uferstraße zu entgehen, leitet der Salzkammergut-Radweg hier durch das hügelige Hinterland. Auf asphaltierten Wirtschaftswegen sammelt man einige Höhenmeter, belohnt durch weite Ausblicke über den See. Erst im südlichen Teil führt der Weg zurück an die Uferstraße und weiter über Unterach an den benachbarten Mondsee.
Durch das Trumer Seenland zum Grabensee
Vom Ort Mondsee geht es über einen kurzen Anstieg weiter zum ruhigen Irrsee. Ab hier verläuft die Route weitgehend auf glattem Asphalt durch das sanft geschwungene Salzburger Alpenvorland. Über Nebenstraßen und Radwege durchqueren die Radler das Gebiet der Mattig und erreichen schließlich die drei Trumer Seen (Obertrumer See, Mattsee und Grabensee). Das Etappenziel liegt am ruhigen Grabensee bei Perwang.
Etappe 4: Schlussetappe vom Grabensee zurück nach Salzburg
Strecke: 32 km · Höhenunterschied: +200 m / −300 m
Wegpunkte: Mattsee – Grabensee – Obertrumer See – Salzburg
Gemütliches Ausrollen entlang der Salzach
Die finale Halbtagsetappe führt auf knapp 32 Kilometern vom Grabensee zurück zum Ausgangspunkt. Nach den Ufern des Grabensees und Obertrumer Sees wartet ein letzter kurzer Anstieg, der noch einmal mit einer beeindruckenden Fernsicht auf die Berchtesgadener Alpen rund um den Königssee belohnt. Im Anschluss geht es in zügiger Abfahrt hinab zur Salzach. Den Uferradwegen der Salzach folgend rollt die Tour vollends entspannt direkt hinein ins Zentrum der Festspielstadt Salzburg, wo diese abwechslungsreiche Seen-Rundfahrt endet.
