Radtour von Graubünden über den Albula- und Berninapass an den Comer See und den Luganer See

Tour gegangen: 25. – 29. Juni 2026

Dauer 5 Tage · ca. 255 km
Aufstieg +4250 m
Abstieg -4350 m

Route

Chur – Lenzerheide – Albulatal – Bergün – Albulapass – La Punt – Pontresina – Morteratsch – Berninapass – Lago di Poschiavo – Tirano – Colico – Varenna – Menaggio – Porlezza – Lugano

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Diese spektakuläre und abwechslungsreiche Alpenüberquerung führt von Graubünden über zwei berühmte Hochgebirgspässe bis an die mediterranen Ufer des Comer und Luganer Sees. Neben grandiosen Gletscherpanoramen, knackigen Passanstiegen und schattigen Uferwegen zeichnet sich die Tour durch eine sehr einfache Logistik aus: Der Startpunkt Chur ist von Karlsruhe aus bequem mit der Bahn erreichbar, während der Zielort Lugano ebenfalls hervorragende Zugverbindungen für eine unkomplizierte Rückreise bietet.

Tag 1: Von Chur über die Lenzerheide ins Albulatal

Strecke: 20 km · Höhenunterschied: +900 m / −100 m

Wegpunkte: Chur – Lenzerheide

Die Radtour startet im historischen Chur im Rheintal. Um die stark befahrene Tunnelstrecke der offiziellen Veloland-Route 6 zwischen Thusis und Tiefencastel zu umgehen, fällt die Wahl auf die sportliche Alternative über die Lenzerheide. Gleich zu Beginn verlässt die Strecke das Tal über einen ersten schweißtreibenden Anstieg hinauf auf das Hochplateau von Lenzerheide.

Tag 2: Vom Albulatal über den Albulapass nach Morteratsch

Strecke: 62 km · Höhenunterschied: +1.600 m / −1.200 m

Wegpunkte: Lenzerheide – Albulatal – Bergün – Albulapass – La Punt – Pontresina – Morteratsch

Am zweiten Tag stößt die Route im Albulatal wieder auf die Veloland-Route 6. Nach der Passage des Ortes Brienz, wo die eindrucksvollen Spuren eines gewaltigen Bergsturzes zu sehen sind, folgt der Anstieg zum Albulapass. Die Strecke verläuft entlang der berühmten Albulabahn, führt vorbei an plätschernden Bächen und durch eine spektakuläre Felsschlucht kurz vor Bergün. Nach einer kurzen Verpflegungspause geht es über die Passstraße weiter hinauf auf die 2.312 Meter hohe Passhöhe, wo das Hospiz zur Einkehr lädt. Es folgt eine kurze, steile Abfahrt ins Oberengadin nach La Punt. Über den gemütlichen Inn-Radweg (Veloland 65) geht es schließlich vorbei an Pontresina zum Campingplatz Morteratsch. Ein abendlicher Abstecher per Rad zum nahen Morteratschgletscher rundet diesen gewaltigen Etappentag ab.

Tag 3: Von Morteratsch über den Berninapass und das Veltlin nach Colico

Strecke: 124 km · Höhenunterschied: +1.100 m / −2.500 m

Wegpunkte: Morteratsch – Berninapass – Lago di Poschiavo – Tirano – Colico

Der dritte Abschnitt startet direkt mit dem Anstieg zum Berninapass. Auf rund 11 Kilometern geht es bei moderaten Steigungen vorbei an der imposanten Bernina-Gletscherwelt hinauf zur Passhöhe auf 2.330 Metern. Es folgt eine lange, rasante Abfahrt über knapp 1.900 Höhenmeter hinab ins italienische Tirano, unterbrochen von einem erfrischenden Badestopp am malerischen Lago di Poschiavo. Nach der Landesgrenze wechselt die Landschaft schlagartig: Auf dem flachen, hervorragend ausgebauten Sentiero Valtellina geht es knapp 75 Kilometer entlang der Adda durch das heiße Veltlin. Das Tagesziel Colico am Nordufer des Comer Sees belohnt schließlich für die sommerliche Hitzeschlacht.

Tag 4: Von Colico über Varenna und Menaggio nach Porlezza

Strecke: 30 km · Höhenunterschied: +450 m / −400 m

Wegpunkte: Colico – Varenna – Menaggio – Porlezza

Der vierte Tag beginnt mit Genussradeln entlang des ruhigen Ostufers des Comer Sees bis nach Varenna. Dort erfolgt der Wechsel des Transportmittels: Mit der Autofähre geht es entspannt über den See nach Menaggio. Direkt ab dem Ufer wartet eine kurze, steile Berg-Etappe mit gut 200 Höhenmetern, während der die Route auf einen wunderschön angelegten Radweg übergeht. Vorbei am idyllischen Lago di Piano geht die Fahrt weiter bis zum Tagesziel Porlezza am Ostufer des Luganer Sees.

Tag 5: Von Porlezza nach Lugano

Strecke: 19 km · Höhenunterschied: +200 m / −150 m

Wegpunkte: Porlezza – Lugano

Die finale Etappe führt entlang des Luganer Sees in Richtung Zielort. Ein besonderes Highlight bietet die Fahrt über eine alte, stillgelegte Uferstraße direkt am Wasser, abgetrennt vom Hauptverkehr. Über kleine Wege und Uferpfade schlängelt sich die Route weiter grenzüberschreitend nach Lugano. Nach einem letzten, knackigen Schlussanstieg hinauf zum Bahnhof endet eine grandiose Alpenüberquerung, von wo aus bequem die Heimreise mit dem Zug angetreten wird.

Equipment

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