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Unsere diesjährige Radtour beginnt im Tal des Alpenrheins und führt vorbei an Davos hinauf auf den Flüelapass. Die folgende Abfahrt bringt uns im Unterengadin ins Tal des Inn, wo wir dem Inntalradweg flussabwärts folgen. Der Innradweg bringt uns in Österreich ins westliche Tirol. Nachdem wir Landeck und Imst passiert haben, verlassen wir kurz vor Innsbruck das Inntal und radeln hinüber ins Leutaschtal nach Mittenwald, wonach wir mit Garmisch schließlich das Ziel dieser Radtour erreichen.
Teil 1: Von Landquart über den Flüelapass ins Unterengadin nach Scuol
Tag 1: Landquart – Jenaz · Strecke: 15 km · Höhenunterschied: +200 m / −50 m
Tag 2: Jenaz – Davos – Flüelapass – Susch – Guarda – Scuol · Strecke: 78 km · Höhenunterschied: +2.300 m / −1.750 m
Diese anspruchsvolle und landschaftlich gewaltige Radtour-Etappe führt vom Schweizer Rheintal über die Hochgebirgspasshöhe des Flüelapasses direkt hinein in das malerische Unterengadin. Die alpine Radtour verbindet die Graubündener Bergwelt mit spritzigen Passabfahrten und idyllischen Kulturlandschaften entlang des Schweizer Innradwegs (Route 65). Auf dem Weg nach Scuol warten knackige Anstiege, historische Engadiner Dörfer sowie atemberaubende Tiefblicke auf den wilden Inn.
Von Landquart über Klosters und den Davosersee an den Fuß des Passes
Die Tour beginnt im Rheintal in Landquart. Auf der gut beschilderten regionalen Veloroute 21 geht es sanft, aber stetig bergan durch das Landquart-Tal in Richtung Klosters. Vorbei an steilen Wiesen und kleinen Ansiedlungen führt die Route auf den Straßenabschnitt hinauf nach Davos. Kurz vor dem weltbekannten Alpenort belohnt der malerische Davosersee mit seinem glitzernden Wasser für die ersten Höhenmeter, ehe der Weg direkt in den Anstieg der legendären Passstraße einbiegt.
Über den verschneiten Flüelapass (2.383 m) ins Inn-Tal
Der Anstieg auf die Passhöhe des Flüelapasses verlangt Mensch und Material auf 13 Kilometern Länge und knapp 800 Höhenmetern bei Steigungen von bis zu 12 % einiges ab. Auf 2.383 m ü. M. angekommen, eröffnet sich ein gewaltiges Hochgebirgspanorama – geprägt von schroffen Felsgipfeln und dem selbst im Frühsommer oft noch zugefrorenen Schottensee. Es folgt die rasante, gut 13 Kilometer lange Abfahrt nach Susch im Unterengadin, bei der auf rund 960 Höhenmetern bergab maximale Konzentration auf dem Gepäckrad gefordert ist.
Auf dem Innradweg durch Engadiner Bilderbuchdörfer nach Scuol
In Susch trifft die Route auf den Schweizer Innradweg (Route 65). Entlang des gurgelnden Flusslaufs verläuft die Strecke über sanft hügelige Terrassen. Ein besonderes Highlight bildet der kleine Gegenanstieg hinauf in das denkmalgeschützte Bilderbuchdorf Guarda mit seinen typischen, sgraffitoverzierten Engadiner Häusern. Über eine aussichtsreiche Panoramaabfahrt erreicht man das ebenso idyllische Ardez, ehe die Etappe schließlich im bekannten Kurort Scuol endet.
Teil 2 (Bikepacking-Transalp): Von der Schweizer Grenze durch das Tiroler Inntal und über den Buchener Sattel nach Garmisch
Tag 3: Scuol – Landeck – Imst · Strecke: 88 km · Höhenunterschied: +500 m / −950 m
Tag 4: Imst – Telfs – Leutasch – Mittenwald · Strecke: 70 km · Höhenunterschied: +850 m / −750 m
Tag 5: Mittenwald – Garmisch · Strecke: 19 km · Höhenunterschied: +150 m / −300 m
Der zweite Teil unserer Rad-Tour führt von der Schweizer Grenze bei Martina durch das tirolerische Inntal, verlässt den Flusslauf bei Telfs über einen knackigen Passanstieg hinein ins Hochtal Leutasch und endet schließlich im bayerischen Alpenvorland bei Garmisch. Eine abwechslungsreiche Grenzüberschreitung, die ruhige Flussradwege entlang des Inns mit dramatischen Schluchten und Blicken auf das Wetterstein- und Karwendelgebirge vereint.
Von der Engadiner Schlucht durchs Tiroler Inntal nach Imst und Telfs
Nach dem Grenzübertritt bei Martina verengt sich das Inntal zunächst zu einer eindrucksvollen Schlucht, ehe sich der Talboden im westlichen Tirol weit öffnet. Auf dem österreichischen Innradweg geht es meiste eben und entspannt flussabwärts. Man passiert geschichtsträchtige Kulissen wie die spektakulär auf einer Felskuppe thronende Kronburg bei Zams. Über Imst verläuft die Route weiter auf bestens ausgebauten Ufer- und Wirtschaftswegen entlang des Inns bis nach Telfs.
Steilanstieg über den Buchener Sattel ins Leutaschtal
In Telfs verlässt die Tour das Inntal und stellt sich der finalen Bergetappe: Über gut 9 Kilometer und 650 Höhenmeter schraubt sich die Straße mit durchschnittlich 7,5 % Steigung hinauf zum Buchener Sattel (1.256 m). Oben angekommen, belohnt die Überquerung mit der Einfahrt in das wunderschöne Leutaschtal. Die breite Hochebene wird eingerahmt von den mächtigen Felswänden des Wettersteingebirges und bietet ein ruhiges, entspanntes Dahingleiten auf Österreichs letzten Radkilometern.
Durch die Leutaschklamm über Mittenwald zum Ziel nach Garmisch
Kurz vor der deutschen Grenze wartet mit der imposanten Leutaschklamm ein naturgewaltiges Highlight, dessen tief eingeschnittene Felswände beeindruckende Tiefblicke bieten. Vorbei an den Abbrüchen der Klamm rollt das Rad hinunter in den Geigenbauort Mittenwald mit Blick auf die schroffen Wände des Karwendelgebirges. Entlang der jungen Isar führt der Weg schließlich über Krün und Wallgau entspannt nach Garmisch-Partenkirchen, wo diese vielseitige Radtour ihren gebührenden Abschluss findet.
