Um den See auf dem Bodenseeradweg inkl. Bergetappe und Übernachtung auf dem Pfänder

Tour gegangen: 04. – 07. Juni 2023

Dauer 2 Tage · ca. 400 km
Aufstieg +3400 m
Abstieg -3600 m

Route

Radolfzell – Konstanz – Ludwigshafen – Überlingen – Meersburg – Friedrichshafen – Lindau – Pfänder – Bregenz – Rorschach – Romanshorn – Kreuzlingen – Stein am Rhein – Schaffhausen – Bad Zurzach – Laufenburg – Rheinfelden – Basel

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Diese hochklassige, zweitägige Bikepacking-Tour kombiniert die schönsten Facetten des Bodensees mit einer spritzigen Bergetappe und der eindrucksvollen Flussfahrt entlang des Hochrheins. Tag 1 führt einmal komplett um den Bodensee (inklusive Überlinger See und Untersee) mit einer knackigen Bergankunft auf dem Bregenzer Hausberg Pfänder (1.064 m). Tag 2 schließt direkt an und folgt der nationalen Rhein-Route von Stein am Rhein vorbei am imposanten Rheinfall und durch historische Altstädte bis zum Basler Münster. Mit rund 410 Gesamtkilometern und knapp 2.000 Höhenmetern bietet dieses Doppel-Abenteuer eine perfekte Mischung aus Seenlandschaft, Bergpanorama und Kultur.

Tag 1: Einmal rund um den Bodensee mit Bergetappe auf den Pfänder

Strecke: 250 km · Höhenunterschied: +2.200 m / −2.200 m

Wegpunkte: Radolfzell – Konstanz – Ludwigshafen – Überlingen – Meersburg – Friedrichshafen – Lindau – Pfänder – Bregenz – Rorschach – Romanshorn – Kreuzlingen – Stein am Rhein

Auftakt von Radolfzell über Konstanz um den Überlinger See

Die Tour startet am Bahnhof Radolfzell. Zum Einrollen geht es auf flacher, gut asphaltierter Piste leicht versetzt zum Ufer in gut 1,5 Stunden nach Konstanz. Nach dem Überqueren des Seerheins wird das Ufer des Überlinger Sees angesteuert. Anstatt ab Allmannsdorf die Abkürzung per Autofähre nach Meersburg zu nehmen, führt die komplette Schleife um den Nordwestarm des Sees über Wallhausen und Ludwigshafen bis nach Überlingen. Sanfte Wellen im Hinterland schenken immer wieder tolle Tiefblicke auf das tiefblaue Wasser.

Entlang des Nordufers über Meersburg und Lindau nach Österreich

Ab Überlingen verläuft der Bodensee-Radweg traumhaft direkt am Wasser. Vorbei an der Wallfahrtskirche Birnau, den berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen und unterhalb der mittelalterlichen Burg Meersburg geht es gen Osten. Über Immenstaad, Friedrichshafen (mit Blick auf die Zeppelin-Museen) und Langenargen führt die Route schließlich nach Bayern. Ein Highlight ist die Durchfahrt der Inselstadt Lindau mit ihrer berühmten Hafeneinfahrt aus Bayerischem Löwen und Leuchtturm. Kurz hinter der österreichischen Grenze bei Lochau verlässt man den klassischen Uferweg für das Tagesfinale.

Bergetappe hinauf auf den Pfänder (1.064 m)

Von Lochau aus geht es an die schweißtreibende Bergwertung: Auf rund 7 Kilometern Länge schraubt sich eine schmale, asphaltierte Fahrstraße mit zweistelligen Steigungsprozenten gut 650 Höhenmeter hinauf zum Pfänder. Oben angekommen belohnt ein atemberaubendes Panorama über den gesamten Bodensee und hinein in den Bregenzerwald. Nach Einkehr und Übernachtung am Gipfel (z. B. Gasthaus Moosegg an der Pfänderspitze) geht es am nächsten Morgen über spektakuläre Serpentinen hinab nach Bregenz.

Über das Südufer und den Untersee nach Stein am Rhein

Von Bregenz aus überquert man die Bregenzer Ach sowie den Alpenrhein und rollt auf Schweizer Boden über Rorschach, Romanshorn und Kreuzlingen gen Westen. Am Untersee folgt eine der landschaftlich reizvollsten Etappen: Der Weg schlängelt sich über Steckborn und sanfte Aussichtshügel mit prächtigem Blick auf die Insel Reichenau bis zum historischen Tagesziel Stein am Rhein mit seinen idyllischen Riegelhäusern und der gut erhaltenen Altstadt.

Tag 2: Auf dem Rheinradweg von Stein am Rhein nach Basel

Strecke: 150 km · Höhenunterschied: +1.200 m / −1.400 m (Velolandroute 2)

Wegpunkte: Stein am Rhein – Schaffhausen – Bad Zurzach – Laufenburg – Rheinfelden – Basel

Von Stein am Rhein zum Naturschauspiel Rheinfall Schaffhausen

Tag 2 startet direkt im mittelalterlichen Zentrum von Stein am Rhein und folgt weitgehend der nationalen Schweizer Veloland-Route Nr. 2 (Rhein-Route). Über sanfte Kuppen auf der deutschen Seite bei Diessenhofen geht es zügig zurück in die Schweiz nach Schaffhausen. Hier wartet mit dem Rheinfall das erste große Highlight: Über 150 Meter Breite stürzen gigantische Wassermassen die Felsen hinab. Nach einer Rast an der Gischt überquert man den Rhein unterhalb des Falls.

Durch das Zürcher Weinland und über die Steigung am Irchel

Weiter führt der Weg abwechselnd durch schattige Uferwälder, über das Flüsschen Thur und hinein ins Zürcher Weinland. Bei Berg am Irchel wartet die längste Steigung des Tages: Auf 3 Kilometern werden gut 100 Höhenmeter im Wald überwunden, gefolgt von einer flotten Abfahrt hinab zur Mündung der Töss in den Rhein – ein perfekter Ort für eine Pause am Kiesufer.

Entlang der Aare-Mündung und durch historische Doppelstädte

Über Bad Zurzach geht es weiter zur Mündung der Aare bei Waldshut-Koblenz, wo der wasserreichste Fluss der Schweiz in den Rhein fließt. Die Route passiert das Wasserkraftwerk Albbruck-Dogern und führt nach Laufenburg, dessen historische Altstadtbrücke die Schweizer und die deutsche Schwesterstadt verbindet. Über Stein im Aargau und schattige Wald- und Schotterwege entlang des Rheins geht es zügig weiter nach Rheinfelden mit seinem imposanten Wasserkraftwerk und der historischen Flussbrücke.

Finaler Endspurt nach Basel

Auf den letzten 26 Kilometern führt der Rheinradweg gut ausgeschildert und kreuzungsarm direkt ins Herz der Kulturstadt Basel. Der krönende Abschluss dieser zweitägigen Fernfahrt ist die Ankunft an der Pfalz direkt hinter dem Basler Münster, von wo aus sich bei einem kühlen Getränk der Blick über die Altstadt und den breiten Strom des Hochrheins genießen lässt.

Equipment

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