Hüttentour in der Silvretta mit drei Dreitausendern: Ischgl – Heidelberger Hütte – Jamtalhütte – Bielerhöhe

Tour gegangen: 11. – 14. August 2023

Dauer 4 Tage (5,0 / 6,0 / 6,0 / 3,5 h)
Aufstieg +3750 m
Abstieg -3150 m
Anforderungen Ausgesetzte Stellen mit Seilsicherung, Trittsicherheit erforderlich

Route

Ischgl Wildpark – Lareinalpe – Ritzenjoch – Heidelberger Hütte – Breite Krone – Kronenjoch – Bischofsspitze – Grenzeckkopf – Futschölpass – Jamtalhütte – Getschnerscharte – Radsattel – Wiesbadener Hütte – Grüne Kuppe – Bielerhöhe

Mit dem Abspielen werden YouTube-Cookies gesetzt und das Video von YouTube geladen.

Diese beeindruckende viertägige Hochgebirgstour verläuft durch die faszinierende Berg- und Gletscherwelt der Silvretta. Beginnend in Ischgl führt die Route über drei hochalpine Hütten bis zum Silvretta-Stausee an der Bielerhöhe. Highlight der Tour ist die zweite Etappe, auf der sich gleich drei Dreitausender an einem Tag überschreiten lassen. Für diese Runde sind solide Kondition für bis zu sechs Stunden Gehzeit, Trittsicherheit im alpinen Gelände sowie Ausdauer für vierstellige Höhenmeter erforderlich. Dank der praktischen Busverbindung zwischen der Bielerhöhe und Ischgl lässt sich die Logistik problemlos organisieren.

Tag 1: Von Ischgl durch das Laraintal zur Heidelberger Hütte

Gehzeit: 5,0 h · Höhenunterschied: +1.250 m / −450 m

Wegpunkte: Ischgl Wildpark – Lareinalpe – Ritzenjoch – Heidelberger Hütte

Die Tour startet nach dem Parken des Autos an der Bielerhöhe und dem anschließenden Bustransfer im Ortsteil Ischgl-Wildpark. Durch das idyllische und ruhige Laraintal führt der Weg zunächst sanft ansteigend entlang der Talsohle ins hintere Tal hinein. Am Talschluss beginnt der steilste Abschnitt des Tages: Auf schmalem Pfad geht es rund 500 Höhenmeter steil hinauf zum Ritzenjoch auf 2.686 Metern. Nach knapp vier Stunden Gehzeit eröffnet sich am Joch ein weiter Ausblick auf das Fimbertal und das Tagesziel, die Heidelberger Hütte, die auf 2.264 Metern Höhe eingebettet in der hochalpinen Landschaft liegt und in einem kurzen Abstieg erreicht wird.

Tag 2: Von der Heidelberger Hütte über drei Dreitausender zur Jamtalhütte

Gehzeit: 6,0 h · Höhenunterschied: +1.000 m / −1.100 m

Wegpunkte: Heidelberger Hütte – Breite Krone – Kronenjoch – Bischofsspitze – Grenzeckkopf – Futschölpass – Jamtalhütte

Der zweite Tag bietet die Königsdisziplin der Tour: das Sammeln von drei Dreitausendern auf dem Weg zur Jamtalhütte. Von der Heidelberger Hütte geht es mäßig ansteigend Richtung Fimberpass und weiter steil empor zum Kronenjoch auf 2.980 Metern. Von hier aus lässt sich über einen kurzen Abstecher der erste Dreitausender, die Breite Krone (3.079 m), besteigen. Über den gut begehbaren Grat geht es weiter zur Bischofsspitze und schließlich in kleinerer Kraxelei zum Gipfel des Grenzeckkopfes (3.047 m), dem dritten Dreitausender des Tages, wo sich ein fantastischer Rundumblick und die Gelegenheit für einen ausgiebigen Gipfelschluck bieten. Weiter verläuft der alpine Pfad in westlicher Richtung über den Futschölpass (2.768 m) mit Blick auf den Augstenberg und seine Gletscher. Auf den letzten Kilometern führt der neu angelegte Weg unterhalb des Fluchthorns vorbei hinab zur Jamtalhütte auf 2.165 Metern.

Tag 3: Von der Jamtalhütte über die Getschnerscharte und den Radsattel zur Wiesbadener Hütte

Gehzeit: 6,0 h · Höhenunterschied: +1.250 m / −950 m

Wegpunkte: Jamtalhütte – Getschnerscharte – Radsattel – Wiesbadener Hütte

Die dritte Etappe startet mit einem steilen, rund 750 Höhenmeter umfassenden Anstieg hinauf zur Getschnerscharte (2.839 m). Der Weg wechselt von Erdpfaden über alpine Blockfelder bis hin zu steilen Geröllpassagen vor der Scharte, die Trittsicherheit verlangen. Nach dem Abstieg auf der Rückseite über anfänglich steiles Gelände biegt die Route ab in Richtung Radsattel. Nach einem weiteren Anstieg von 300 Höhenmetern erreicht man den Radsattel auf 2.652 Metern, von wo aus ein kurzer Abstecher auf den nahegelegenen Hügel Piz 6R (2.701 m) mit einem prächtigen Panorama belohnt. Im Anschluss führt der Pfad in leichtem Auf und Ab in rund einer Stunde hinab zur Wiesbadener Hütte (2.443 m), die unmittelbar vor der eindrucksvollen Kulisse des Ochsentaler Gletschers und des Piz Buin liegt.

Tag 4: Von der Wiesbadener Hütte über die Grüne Kuppe zur Bielerhöhe

Gehzeit: 3,5 h · Höhenunterschied: +250 m / −650 m

Wegpunkte: Wiesbadener Hütte – Grüne Kuppe – Wiesbadener Hütte – Bielerhöhe

Der letzte Wandertag beginnt mit einem kurzen Abstecher auf den Hüttengipfel Grüne Kuppe (2.579 m). Nach einer Bachquerung geht es in etwa 30 Minuten steil bergauf, wo man mit einem unmittelbaren Nahblick auf den gewaltigen Ochsentaler Gletscher belohnt wird. Nach dem Abstieg zurück zur Wiesbadener Hütte verläuft der finale Wegabschnitt auf dem gut ausgebauten Fahrweg stetig bergab durch das Ochsental hinunter zum Silvretta-Stausee auf der Bielerhöhe. An der Bielerhöhe schließt sich der Kreis der viertägigen Silvretta-Durchquerung, von wo aus die Heimreise angetreten oder das abgestellte Fahrzeug wieder übernommen werden kann.

Equipment

Bei den Links handelt es sich um bezahlte Affiliate-Links. Wenn du darauf klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von Amazon eine Provision. Dir entstehen dadurch keine Zusatzkosten.