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Diese dreitägige Rundwanderung führt einmal um den prächtigen Furgler in der Samnaungruppe. Mit moderaten Tagesetappen, gut ausgebauten Wegen und flexiblen Gipfeloptionen ist diese Hüttentour ideal für Einsteiger, Genusswanderer oder Gruppen mit unterschiedlichem Konditionsniveau. Es bietet sich bereits am Anreisetag eine erste Übernachtung auf dem Kölner Haus an, bevor es an den folgenden Tagen von Hütte zu Hütte geht.
Tag 1: Vom Kölner Haus zur Hexenseehütte
Gehzeit: 4,0 – 5,0 h · Höhenunterschied: +700 m / −100 m
Wegpunkte: Kölner Haus – Scheid – Arrezjoch – Hexenseehütte
Nach einer optionalen Übernachtung im Kölner Haus direkt an der Bergstation beginnt die eigentliche Hüttentour am nächsten Morgen. Wer Höhenmeter sparen möchte, könnte theoretisch die Seilbahn Richtung Lazid nutzen, wählt man jedoch den Fußweg, steigt man sanft über gut ausgetretene Pfade bergan. Nach etwa zwei Stunden Gehzeit wird das Joch Scheid erreicht. Von hier aus führt die Route auf einem schmalen Pfad entlang der Talflanke – dem historischen Schmugglersteig –, wo Infotafeln von der früheren Schmugglertätigkeit zwischen Serfaus und dem Schweizer Samnaun erzählen. Nach einem kurzen Gegenanstieg verläuft der Weg parallel zum Fahrweg weiter bis zum Arrezjoch auf 2.587 Metern Höhe. Von dort ist das Tagesziel, die Hexenseehütte, bereits sichtbar und nach einer weiteren halben Stunde erreicht. Die kleine, gemütliche Hütte bietet mit ihren 22 Schlafplätzen eine sehr familiäre Atmosphäre und wird ehrenamtlich von Mitgliedern der Alpenvereinssektion des Kölner Alpenvereins betreut. Bei gutem Wetter bietet sich von der Hütte aus noch die Besteigung des Dreitausenders Hexenkopf an, andernfalls lässt sich der Nachmittag entspannt in der Hütte verbringen.
Tag 2: Von der Hexenseehütte zur Ascher Hütte
Gehzeit: 4,0 – 5,0 h · Höhenunterschied: +500 m / −800 m
Wegpunkte: Hexenseehütte – Masnerjoch – Ascher Hütte
Der zweite Tag startet direkt mit der einzigen nennenswerten Steigung der Etappe: In gut 30 Gehminuten geht es hinauf zum Masnerjoch auf 2.685 Metern Höhe, wo sich die perfekte Gelegenheit für einen ersten Gipfelschluck bietet. Vom Joch aus verläuft der Abstieg anfangs über ein kurzes, etwas steileres Wegstück, das jedoch auch bei feuchter Witterung problemlos zu begehen ist. Im Anschluss verläuft der Pfad in leichtem Auf und Ab flach entlang der Talflanke. Nach gut drei Stunden Wanderung passiert die Route das Skigebiet von See im Paznauntal, bevor zur Mittagszeit bereits das Tagesziel, die Ascher Hütte auf 2.256 Metern, erreicht wird. Aufgrund der moderaten Gehzeit der Hauptroute bleiben am Nachmittag noch reichlich Reserven für optionale Abstecher zu den umliegenden Gipfeln rund um die Hütte, wie etwa der Glockspitze, bevor der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen auf der Ascher Hütte ausklingt.
Tag 3: Von der Ascher Hütte über das Furglerjoch zum Kölner Haus
Gehzeit: 4,0 – 5,0 h · Höhenunterschied: +600 m / −850 m
Wegpunkte: Ascher Hütte – Medrigjoch – Furglerjoch – Kölner Haus
Die Schlussetappe verlangt zu Beginn direkt Kondition: Über steile Passagen geht es rund 300 Höhenmeter hinauf zum Medrigjoch auf 2.554 Metern, wo der letzte Skilift des Paznauntals passiert wird. Dahinter beginnt der landschaftlich reizvollste Abschnitt der gesamten Runde, der abseits der Ski-Infrastruktur über schmale Pfade und einige leicht seilgesicherte Passagen verläuft. Nach etwa zwei Stunden Gehzeit ab der Ascher Hütte wird das Furglerjoch auf 2.748 Metern Höhe erreicht, das einen fantastischen Ausblick zurück Richtung Serfaus und ins Inntal eröffnet. Am Joch besteht die Option, den namengebenden Gipfel des Furglers (3.004 m) in einem etwa dreiviertelstündigen Abstecher zu besteigen. Vom Furglerjoch führt der finale Abstieg vorbei am idyllisch gelegenen Furglersee auf 2.458 Metern und mit weitläufiger Aussicht ins Inntal stetig bergab zurück zum Kölner Haus, womit sich die dreitägige Umrundung schließt.
