Hüttentour mit Kindern auf der Nagelfluhkette bei Oberstaufen im Allgäu

Tour gegangen: 22. – 25. Mai 2026

Dauer 4 Tage
Aufstieg +1350 m
Abstieg -950 m
Anforderungen Exponierte Stellen mit Seilsicherung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich

Route

Bergstation Imbergbahn – Berggasthof Hochbühl – Hörmoos – Hochhäderich – Falken – Falkenhütte – Eineguntkopf – Hohenfluhalpkopf – Seelekopf – Hochgrat – Staufner Haus – Steibis

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Diese abwechslungsreiche Gratwanderung führt über den westlichen Teil der berühmten Nagelfluhkette im Allgäu. Die Mehrtagestour verbindet panorama- und aussichtsreiche Pfade, spannende Kraxeleien und kinderfreundliche Hütten. Durch die Aufteilung in kurze, überschaubare Tagesetappen eignet sich die Route hervorragend als erste Hüttentour für Familien mit Kindern – spannend genug für die Kleinen und landschaftlich absolut lohnenswert für die Großen. Wer die anspruchsvollen, seilgesicherten Gratpassagen umgehen möchte, findet zudem entspannte Ausweichrouten.

Tag 1: Von der Bergstation der Imbergbahn zum Berggasthof Hochbühl

Gehzeit: 0,5 h · Höhenunterschied: +50 m / −50 m

Wegpunkte: Bergstation Imbergbahn – Berggasthof Hochbühl

Die Mehrtagestour beginnt entspannt am Anreisetag an der Talstation der Imbergbahn bei Steibis, wo das Auto parken kann. Mit der Gondelbahn geht es hinauf zur Bergstation, dem Startpunkt der Wanderung. Der erste Abschnitt dient als ideale Einlaufstrecke für Groß und Klein: In einer gut halben Stunde führt ein fast ebener und unschwer zu gehender Weg ohne nennenswerte Höhenunterschiede durch die Allgäuer Voralpenlandschaft. Das Tagesziel ist der gemütliche Berggasthof Hochbühl auf 1.200 Metern Höhe. Während die Erwachsenen bei herrlicher Aussicht auf die Nagelfluhkette den Anreisetag ausklingen lassen, bietet der hauseigene Spielplatz für die Kinder den perfekten Auftakt für das Abenteuer Mehrtagestour.

Tag 2: Vom Berggasthof Hochbühl über den Hochhäderich und Falken zur Falkenhütte

Gehzeit: 4,0 – 5,0 h · Höhenunterschied: +700 m / −450 m

Wegpunkte: Berggasthof Hochbühl – Hörmoos – Hochhäderich – Falken – Falkenhütte

Der erste volle Wandertag startet mit dem Weg zur Alpe Hörmoos, wo lokale Produkte und Erfrischungen aus der hiesigen Brennerei warten. Dahinter verlangt der steilste Anstieg der gesamten Tour etwas Kondition: Auf schmalen Pfaden geht es bergauf zum Berggasthof Hochhäderich und weiter zum gleichnamigen Gipfel auf 1.566 Metern. Das Panorama reicht von den Allgäuer Alpen über den Bregenzerwald bis zum Bodensee und zum Säntis – der ideale Ort für eine ausgiebige Gipfelrast. Vom Hochhäderich folgt der anspruchsvollste Abschnitt der Tour entlang des schmalen Nagelfluhgrats, der mit luftigen, seilgesicherten Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Alternativ lässt sich dieser Gratabschnitt ab der Alpe Hörmoos auf einem einfachen Weg direkt Richtung Falkenhütte umgehen. Nach dem Abstieg vom Grat führt die Route durch ein bewaldetes Flachstück und weiter auf einfachem Pfad hinauf zum Gipfel des Falken auf 1.564 Metern. Nach einem kurzen Abstieg vom Kamm durch eine schmale Rinne wird das Tagesziel, die idyllisch gelegene Falkenhütte auf 1.450 Metern Höhe, erreicht, wo der Tag mit einem malerischen Sonnenuntergang über dem Bodensee endet.

Tag 3: Von der Falkenhütte über den Eineguntkopf zum Staufner Haus und Hochgrat

Gehzeit: 4,0 h · Höhenunterschied: +600 m / −450 m

Wegpunkte: Falkenhütte – Eineguntkopf – Hohenfluhalpkopf – Seelekopf – Bergstation Hochgrat – Hochgrat – Staufner Haus

Von der Falkenhütte führt ein steilerer Anstieg zurück auf den Hauptkamm der Nagelfluhkette und hinauf zum Gipfel des Eineguntkopfes auf 1.639 Metern. Entlang des Kammes geht es im munteren Gipfelsammeln weiter über den Hohenfluhalpkopf (1.636 m) und nach einem steilen Aufstieg auf den Seelekopf (1.663 m). Der Weg verlangt immer wieder kleine Kraxeleien, die den Kindern besondere Freude bereiten, während sich großartige Ausblicke in alle Himmelsrichtungen eröffnen. Vom Seelekopf führt der Pfad hinab in die Einsattelung unterhalb des Hochgrats. Während ein kurzer Abzweig direkt zum Staufner Haus führt, lohnt sich der Weiterweg zur Bergstation der Hochgratbahn und hinauf zum Gipfel des Hochgrats auf 1.834 Metern, dem höchsten Punkt der gesamten Nagelfluhkette. Nach dem Gipfelbier belohnt der Hochgrat mit einem umfassenden Rundumblick über das gesamte Voralpenland, bevor es zurück zum nahegelegenen Staufner Haus zur letzten Hüttenübernachtung geht.

Tag 4: Abstieg oder Talfahrt vom Hochgrat nach Steibis

Der letzte Tag steht ganz im Zeichen des entspannten Ausklangs der Talfahrt mit der Seilbahn. Unten angekommen bringt der Linienbus die Wanderer unkompliziert zurück zum Ausgangspunkt an der Imbergbahn in Steibis, womit eine erlebnisreiche Familien-Hüttentour im Allgäu erfolgreich zu Ende geht.

Equipment

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