Mit dem Abspielen werden YouTube-Cookies gesetzt und das Video von YouTube geladen.
Diese anspruchsvolle dreitägige Hüttentour verläuft stetig auf einer Höhe von über 2.200 Metern über den Lechtaler Höhenweg in den Lechtaler Alpen. Zwischen dem Stanzertal, dem Lechtal und dem Inntal gelegen, bietet der Höhenweg spektakuläre Tiefblicke, alpine Pfade und zahlreiche lohnenswerte Gipfeloptionen. Aufgrund vieler seilgesicherter Abschnitte, kleinerer Kraxeleien und ausgesetzter Hänge sind für diese Tour alpine Erfahrung, absolute Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit zwingend erforderlich.
Tag 1: Von St. Anton über die Leutkircher Hütte zum Kaiserjochhaus
Gehzeit: 4,5 h · Höhenunterschied: +800 m / −800 m
Wegpunkte: Kapall – Leutkircher Hütte – Stanzkogel – Kaiserjochhaus
Die Tour beginnt in St. Anton am Arlberg, wo sich das Auto abstellen lässt. Mit dem Kapall-Sessellift geht es hinauf auf 2.333 Meter zum Ausgangspunkt der Wanderung. Bereits nach wenigen Gehminuten befindet man sich auf dem Lechtaler Höhenweg und wandert in Richtung Leutkircher Hütte. Schon auf diesem ersten Wegstück warten vereinzelte Rinnen, Schneefelder und seilgesicherte Passagen, die Trittsicherheit erfordern. Nach etwa eineinhalb Stunden Gehzeit wird die Leutkircher Hütte auf 2.251 Metern erreicht, die sich ideal für eine Mittagspause anbietet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, lohnenswerte Gipfel wie den Hirschpleiskopf oder den Stanzkogel anzusteuern. Über einen schmalen Verbindungsweg gelangt man direkt zurück auf den Höhenweg in Richtung Kaiserjochhaus, ohne den gesamten Weg zur Hütte zurückgehen zu müssen. Schon bald rückt das Tagesziel in Sicht, eingerahmt von seinen Hüttengipfeln Malatschkopf und Grießkopf. Nach Überwindung der letzten Meter wird das Kaiserjochhaus auf 2.310 Metern Höhe erreicht.
Tag 2: Vom Kaiserjochhaus über die Samtspitze zur Ansbacher Hütte
Gehzeit: 6,5 h · Höhenunterschied: +850 m / −750 m
Wegpunkte: Kaiserjochhaus – Malatschkopf – Kridlonscharte – Hinterseerjoch – Theodor-Haas-Weg – Alperschonjoch – Samtspitze – Ansbacher Hütte
Der zweite Tag startet direkt mit einer kleinen Kraxelei hinauf zum Malatschkopf (2.388 m), der sich nur wenige Minuten abseits der Hütte befindet und einen beeindruckenden Ausblick hinüber zum gegenüberliegenden Hohen Riffler bietet. Zurück auf dem Höhenweg geht es in stetigem Auf und Ab weiter über den alpinen Steig, wobei immer wieder ausgesetzte Rinnen und lose Hangquerungen wie unterhalb der Krettlespitze volle Aufmerksamkeit verlangen. Nach dem Anstieg zum Hinterseerjoch auf 2.482 Metern eröffnet sich ein fantastischer Blick auf den idyllischen Hintersee und wenig später auf den Vordersee. Über den Theodor-Haas-Weg, der abermals seilgesicherte Stellen bereithält, führt die Route weiter zum Alperschonjoch. Während der Höhenweg von hier aus einfacher um den Berg herum führt, wählt die sportliche Variante den steilen Anstieg hinauf zur Samtspitze auf 2.624 Metern. Nach einer kurzen Kraxelei belohnt der Gipfel mit einem grandiosen Rundumblick über die Lechtaler Alpen und das Verwall. Der anschließende Abstieg führt über leicht seilgesicherte Abschnitte hinab zur Ansbacher Hütte. Die auf 2.376 Metern gelegene Hütte ist die höchstgelegene Schutzhütte der Lechtaler Alpen und markiert das Ziel der zweiten Etappe.
Tag 3: Abstieg von der Ansbacher Hütte nach Schnann
Gehzeit: 2 h · Höhenunterschied: +0 m / −1.200 m
Wegpunkte: Ansbacher Hütte – Fritzhütte – Schnanner Klamm – Schnann
Am dritten Tag steht der Abstieg hinunter ins Stanzertal auf dem Programm. Von der Ansbacher Hütte führt ein gut zu gehender Wanderweg bergab in Richtung Schnann. Nach etwas mehr als der Hälfte des Abstiegs bietet sich die Flirschhornhütte (oder Fritz-Hütte) hervorragend für eine knieschonende Zwischenrast an. Kurz vor dem Ende der Tour wartet mit dem Durchqueren der beeindruckenden Schnanner Klamm noch ein echtes landschaftliches Highlight. In Schnann angekommen, schließt sich der Kreis der dreitägigen Bergtour. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt in St. Anton gestaltet sich denkbar unkompliziert, da beide Orte im Stanzertal nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen und mehrmals täglich durch Busse oder Taxis in kurzer Zeit miteinander verbunden sind.
