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Diese eindrucksvolle Zweitagestour führt durch die spektakuläre Bergwelt des Schweizer Alpstein-Massivs, vorbei an zauberhaften Bergseen, über ausgesetzte Gratpassagen und auf den markanten Gipfel des Säntis. Neben grandiosen Ausblicken besticht die Route durch eine außergewöhnlich hohe Dichte an gemütlichen Berggasthäusern und Einkehrmöglichkeiten. Die Runde basiert auf dem Tourenvorschlag der Region Appenzell und erfordert an den ausgesetzten Abschnitten absolute Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit.
Tag 1: Von Schwende über den Sämtisersee zur Rotsteinpasshütte
Gehzeit: 7 h · Höhenunterschied: +1.850 m / −550 m
Wegpunkte: Schwende – Brülisau – Plattenbödeli – Bollenwees – Widderalpsattel – Rotsteinpass
Die Wanderung beginnt am Ortsausgang von Schwende, von wo aus ein kurzes Einlaufen bis nach Brülisau führt, dem eigentlichen Ausgangspunkt der Alpsteinrunde. Nach den ersten flachen Metern auf Asphalt steigt der Weg auf einem steilen Forstweg kräftig an und führt hinauf zum Plattenbödeli, wo sich auf der Terrasse die erste Gelegenheit bietet, ein kühles Appenzeller Bier zu genießen. Im Anschluss verläuft die Route direkt am malerischen Sämtisersee entlang, der eingebettet in der Bergwelt liegt und über einen unterirdischen Abfluss verfügt. Nach einem weiteren Anstieg wird das Berggasthaus Bollenwees erreicht, das direkt am wunderschönen Fälensee liegt und zur Einkehr mit traditioneller Rösti und Appenzeller Käse einlädt. Je nach Witterung führt der Weiterweg über den Widderalpsattel oder alternativ über die Zwinglipasshütte. Vorbei an der unbewirtschafteten Widderalp steigt der Pfad steil zum Sattel auf und belohnt mit einem Rückblick auf den Sämtisersee. Unterhalb der mächtigen Felswände des Hohenkastens verläuft die Route panoramareich und fast eben weiter, bevor ein kleinerer Zwischenabstieg zur Meglisalp führt. Von einer Wegkreuzung oberhalb der Meglisalp beginnt schließlich der finale Anstieg zur Tagesunterkunft. Über einen gleichmäßigen, aber nach den absolvierten Abschnitten durchaus fordernden Pfad geht es bergauf zur Rotsteinpasshütte, wo der erste Tag in unmittelbarer Gesellschaft von Steinbockherden auf über 2.000 Metern Höhe ausklingt.
Tag 2: Über den Lisengrat, den Säntis und den Schäfler zurück ins Tal
Gehzeit: 7 h · Höhenunterschied: +650 m / −1.950 m
Wegpunkte: Rotsteinpass – Lisengrat – Säntis – Schäfler – Aescherhaus – Schwende
Der zweite Tag startet direkt mit dem spektakulärsten Abschnitt der gesamten Tour: der Überquerung des Lisengrats in Richtung Säntis. Die Route führt über eine schmale, ausgesetzte Gratpassage, die durchgehend mit Drahtseilen gesichert ist und höchste Konzentration erfordert. Nach der eindrucksvollen Gratwanderung wird der Gipfel des Säntis auf 2.502 Metern Höhe erreicht, wo sich das Panoramarestaurant für eine stärkende Einkehr anbietet – ideal für den traditionellen Gipfelschluck auf dem höchsten Punkt. Der Abstieg vom Säntis erfolgt zunächst über einen ähnlich felsigen und gesicherten Wegabschnitt, der sogar mit Ausweichstellen für entgegenkommende Wanderer versehen ist, gefolgt von der Überquerung eines langanhaltenden Schneefeldes im Kar. Weiter verläuft der Weg in stetigem Auf und Ab in Richtung Schäfler, wobei sich immer wieder fantastische Ausblicke auf das nördliche Flachland und den Bodensee eröffnen. Kurz vor dem Schäfler-Gipfel führt eine Treppe hinauf zum gleichnamigen Berggasthaus, das eine spektakuläre Aussicht über das gesamte Alpstein-Massiv bietet. Vom Schäfler führt ein Wanderweg weiter in Richtung Ebenalp, wird jedoch an einer Kreuzung verlassen, um am Fuße steiler Felswände zum berühmten Berggasthaus Äscher abzusteigen. Das Äscher ist spektakulär direkt an die Felswand gebaut und zählt zu den bekanntesten Fotomotiven der Schweiz. Über eine historische Höhlenpassage und vorbei an einer kleinen Kapelle verläuft der Weg schließlich an der Ebenalp vorbei und führt über einen einfachen Abstieg zu Fuß zurück hinunter ins Tal zum Ausgangspunkt der Tour.
