Trekking im Himalaya: Manaslu-Runde – Rundwanderung um den Achttausender Manaslu

Tour gegangen: 23. Oktober – 02. November 2016

Dauer 11 Tage · ca. 73 h Gehzeit
Aufstieg +8250 m
Abstieg -7750 m

Route

Soti Khola – Machha Khola – Jagat – Deng – Namrung – Samagaun – Samdo – Dharamsala – Larkya La – Bimthang – Dharapani

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Der Manaslu Circuit zählt zu den eindrucksvollsten und unberührtesten Trekkingrouten im nepalesischen Himalaya. Die elf Tage dauernde Umrundung des 8.163 Meter hohen Manaslu – dem achthöchsten Berg der Erde – führt von den üppigen, subtropischen Flusstälern bis hinauf in die hochalpine, tibetisch geprägte Gebirgswelt.

Die Tour startet im beschaulichen Soti Khola auf rund 700 Metern Höhe. In den ersten Tagen folgt der Weg dem rauschenden Fluss Budhi Gandaki durch eine tief eingeschnittene Schlucht. Vorbei an terrassierten Reisfeldern, schmalen Bergpfaden und imposanten Hängebrücken führt die Route über Machha Khola nach Jagat, wo der offizielle Zugang zur geschützten Manaslu Conservation Area beginnt. Ab hier verändert sich die Kulturlandschaft zusehends: Die einheimische Bevölkerung ist größtenteils buddhistisch geprägt, was sich in bunt im Wind flatternden Gebetsfahnen, historisch geschnitzten Mani-Mauern und kleinen Klöstern entlang des Weges widerspiegelt.

Mit jedem Wandertag gewinnt man spürbar an Höhe. Nach den Zwischenstationen Deng und Namrung öffnet sich schließlich das weite Hochtal von Samagaun auf über 3.500 Metern. Hier zeigt sich die gewaltige Eis- und Felswand des Manaslu erstmals in ihrer vollen Pracht. Ein eingeplanter Akklimatisierungstag mit einer Wanderung zur Hochebene von Pungyen Gompa gibt dem Körper nicht nur die nötige Zeit zur Anpassung an die dünne Luft, sondern belohnt auch mit atemberaubenden Tief- und Weitblicken auf die Eisfälle direkt unterhalb des Achttausenders.

Über das von tibetischen Flüchtlingen gegründete Dorf Samdo führt die Route weiter zur einfachen Hütte von Dharamsala auf 4.460 Metern, dem Basislager für die anstehende Passüberschreitung. Die Königsetappe der Tour verlangt einen sehr frühen Aufbruch: In den kühlen Morgenstunden geht es rund 750 Höhenmeter steil bergan bis zur Passhöhe des 5.106 Meter hohen Larkya La. Auf dem höchsten Punkt der Wanderung eröffnet sich ein fantastisches Panorama auf die umliegenden Eisriesen des Cheo Himal, des Kang Guru sowie der weit entfernten Annapurna-Kette.

Nach dem obligatorischen Gipfelfoto und einer kurzen Rast folgt der knieschonend zu bewältigende, aber lange Abstieg über knapp 1.500 Höhenmeter hinab ins malerische Hochtal von Bimthang. Von dort aus führen die letzten zwei Tagesetappen durch schwindende Gletscherlandschaften, verwunschene Rhododendron- und Nadelwälder steil bergab ins Marsyangdi-Tal. Nach rund 11 Tagen, über 70 reinen Gehstunden und mehr als 8.000 absolvierten Höhenmetern im Auf- und Abstieg endet diese grandiose Trekkingerfahrung schließlich bei Dharapani beziehungsweise Jagat, wo die Route auf die klassische Annapurna-Runde trifft.