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Diese abwechslungsreiche und aussichtsreiche Halbtagestour startet direkt auf der historischen Passhöhe des Großen St. Bernhard auf 2.469 Metern Höhe. Die Route führt entlang der Staatsgrenze zwischen der Schweiz (Kanton Wallis) und Italien (Aostatal) über den Vorgipfel Grande Chenalette hinauf auf die 2.950 Meter hohe Pointe de Drône. Dank zahlreicher Ketten, Leitern und Kletterpassagen auf dem blau-weiß markierten Alpinwanderweg kommt der Kraxelspaß keinesfalls zu kurz. Belohnt wird der Aufstieg mit einem überwältigenden Panorama, das vom gewaltigen Mont-Blanc-Massiv über den Grand Combin bis hin zum Gran Paradiso reicht.
Aufstieg von der Passhöhe zur Grande Chenalette
Die Tour beginnt direkt am Großen St. Bernhard auf 2.469 Metern nahe dem berühmten Hospiz und der Statue des Heiligen Bernhard. Der erste Abschnitt verläuft auf einem einfachen rot-weißen Bergwanderweg stetig ansteigend über die Gras- und Felsflanken in Richtung des Vorgipfels. Nach gut 200 Höhenmetern erreicht man ein flaches Zwischenplateau an der ehemaligen Bergstation einer stillgelegten Seilbahn. Hier wechselt die Wegkategorie: Der Pfad wird zum blau-weiß markierten Alpinwanderweg, der steil und felsig emporzieht. Auf den verbleibenden 100 Höhenmetern helfen bestens verankerte Ketten und eiserne Leitern durch ausgesetzte Felsabschnitte, ehe nach gut einer Stunde Gehzeit der Vorgipfel Grande Chenalette (2.889 m) erreicht wird.
Über den Grenzgrat zur Pointe de Drône
Vom Vorgipfel verläuft die Route in einem kurzweiligen Auf und Ab genau auf der Staatsgrenze zwischen Italien und der Schweiz nach Norden. Über den felsigen Grat geht es in leichter Kraxelei stetig dem Gipfelziel entgegen. Nach etwa 1,5 Stunden Gesamtwanderzeit und knapp 500 Höhenmetern steht man auf dem 2.950 Meter hohen Gipfel der Pointe de Drône. Die Gipfelschau sucht ihresgleichen: Im Westen dominiert die schneebedeckte Flanke des Mont Blanc, im Osten ragt die mächtige Pyramide des Grand Combin auf und im Süden blickt man über das Aostatal hinüber zum Gran Paradiso.
Abstieg über den Westgrat zum Fenêtre de Ferret
Der Abstieg führt zunächst steil über den kargen Westgrat hinab. Auch hier erleichtern solide installierte Ketten das Herabkraxeln über die ausgesetzten Felsstufen. Nach knapp 250 Höhenmetern im Abstieg erreicht man die Einsattelung am Fenêtre de Ferret (Fenêtre de Drône). An diesem Wegweiser bestünde die Option, die Tour zu den malerischen Bergseen Lacs de Fenêtre zu verlängern.
Rückweg zum Großen St. Bernhard Pass
Für die direkte Rückrunde zweigt der unmarkierte, aber durch Steinmännchen gut ausgetretene und leicht zu findende Pfad nach links ab. In leichtem Gefälle führt der Steig entlang der Hangflanke zurück in Richtung Passhöhe. Kurz vor dem Ziel wartet noch eine letzte, mit Drahtseilen gesicherte Felsstufe, bevor man wieder die Passhöhe des Großen St. Bernhard erreicht. Zum Ausklang der Tour lohnt sich ein Besuch des historischen Hospizes oder des Bernhardiner-Museums direkt am Pass.
